J/70 Worlds - World of Records!

J/70 Worlds

Die J/70 Worlds wird als eine der grössten One-Design Kielboot Regatta in die Geschichte eingehen. 162 Boote waren auf der Startlinie, (178 waren gemeldet - dazu später mehr), darunter sehr bekannte Namen aus der Segelwelt. Für das RCB - Team bestehend aus Julian, Stephan (Stufi), Tobias, Stephan (Steh Ammann) und Lisa war das Ergebnis mit dem 20. Rang in der Silverfleet (102. Overall) zwar eher enttäuschend doch die positiven Erinnerungen der Regatta überwiegen deutlich.

 

Hier ein kurzer Bericht von Julian Flessati:

 

Vorbereitung, Anreise und Vermessung:

Die Anreise gestaltete sich eher aufwändig, muss doch um nach Sardinien zu kommen die Fähre genommen werden. Glücklicherweise war der Fährunternehmer selber Teilnehmer der Regatta und konnte als Sponsor gewonnen werden, so dass alle Teams 50% Rabatt erhielten.

Am Freitag machten sie 3 Teammitglieder deshalb auf, um unser Boot (Jill) nach Sardinien zu bringen, die beiden anderen Teammitglieder nahmen aufgrund Terminkollisionen das Flugzeug. Am Samstag morgen kamen wir früh in Porto Cervo an und bereiteten uns auch gleich für die Vermessung vor. Die Boote wurden sehr genau kontrolliert, trotzdem ging es verhältnismässig schnell von statten, bei 170 Booten nicht selbstverständlich. Doch es war alles sehr gut organisiert.

Die genauen Kontrollen führten auch dazu, dass einige Teilnehmer aufflogen, welche den Kiel manipuliert hatten. Vermutungen über Manipulationen am Kiel gibt es schon lange, jetzt wurde es endlich bestätigt. Dadurch wurden 7 Teams nicht zur WM zugelassen (ihre Meldung wurde verweigert/zurückgezogen durch den Veranstalter). Zusätzlich schreckten die genauen Kontrollen gewisse Teams so sehr ab, dass sie ihr Boot gar nicht vermessen liessen und selbständig wieder abreisten, nachdem sie von den genauen Kontrollen hörten. Die Abweisung gewisser Teams führte natürlich zu extremen Diskussion, doch die Jury blieb hart. Angesichts dessen, dass hier grosse Namen (und Geldgeber) im Spiel waren - Hut ab von der Jury, der Klassenvereinigung und dem Yacht Club Costa Smeralda.

 

Segeln:

Den ersten Trainingstag hatten wir für Sonntag vorgesehen. Wir gingen bei ca. 20 - 25 Knoten Wind für einige Stunden aufs Wasser. Wir konnten einige Speedvergleiche mit anderen Teams fahren und merkten, dass wir bei sehr hohen Windgeschwindigkeiten etwas unsere Mühe haben. Dies ist aufgrund der Tatsache, dass wir kaum diese Windstärken und hohen, spitzen Wellen haben auch nicht verwunderlich.

 

Regattastart:

Für Montag war das Practice Race geplant. Bereits am Morgen wurde dieses jedoch abgesagt, der Wind blies mit über 85 Knoten - ans Segeln war nicht zu denken. Schade für uns, wir hätten sicherlich sehr davon profitiert! m es kurz zu machen, auch die drauffolgenden 2 Tage waren die Bedingungen weiterhin unsegelbar, Wind von über 35 Knoten verhinderte einen Start.

Dies führte dazu, dass die Regattaleitung entschied, das Feld bereits nach 3 Läufen (und somit ohne Streichresultat) in Gold und Silverfleet zu trennen. Dies bedeutete auch gleichzeitig, dass ein Ausrutscher in der Quali bereits die Regatta kosten kann - was leider dem RCB Team dann auch passierte...

 

Am Donnerstag konnte endlich gesegelt werden! Perfekte Bedingungen herrschten. Wir starteten gut ins erste Rennen und lagen lange in den Top 15. Leider übersahen wir am Leegate ein Boot, so dass es zu einer Kollision kam. Obwohl wir unseren Penalty machten, wurden wir an Land nachträglich disqualifiziert (aufgrund Schaden - das gute war nur, dass wir den Schaden nicht bezahlen mussten).

 

Der Wind frischte während der Zweiten Regatta immer mehr auf. Speziell im zweiten Lauf hatten wir extreme Speedprobleme auf der Kreuz. Dies führte zum schlechtesten Resultat der Regatta (52/82).

 

Im dritten Rennen hatten wir uns wieder gefangen und rundeten die erste Tonne unter den Top 10. Leider verloren wir auf dem ersten Vorwind einige Boote und auch auf der Kreuz hatten wir etwas Probleme, sodass nur ein 31. Laufrang resultierte.

Wir waren natürlich über die Ergebnisse enttäuscht, doch wir hatten noch etwas Hoffnung doch noch in die Goldfleet zu rutschen. Wäre da nicht der Protest gewesen, wäre es wohl aufgegangen.... Sehr ärgerlich, aber wäre, hätte, sollte half nichts, wir mussten in der Silverfleet weitersegeln.

 

In der Silverfleet gelangen uns die dann noch die folgenden Resultate: 35, 23, 24, womit wir die Regatta auf dem 20. Rang der Silverfleet beendeten.

Leider gab es an der gesamten WM nur 6 Läufe, was für 5 Tage doch schon etwas mager ist. Doch der Wind (dieses mal zu viel Wind) machte uns Seglern einen Strich durch die Rechnung.

Trotzdem ein super Event im Rückblick, der YCCS war ein hervorragender Gastgeber und gewährte den Teilnehmer vollen Zutritt zum edlen Clubhaus mit Pool und riesiger Terrasse. Danke an alle welches dieses Abenteuer möglich gemacht haben!

 

 

 

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